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Finanzierung

Für jeden Arbeitnehmer muss eine planmäßige Vorausfinanzierung erfolgen. Nur so kann die betriebliche Altersversorgung die entsprechenden Leistungen erbringen. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1.Weg: die Entgeltumwandlung. Ein Teil des Entgeltanspruches des Mitarbeiters wird nicht als Barlohn ausgezahlt, sondern der bAV zugeführt.

2.Weg: die direkte Arbeitgeberfinanzierung. Hier wendet der Arbeitgeber zusätzlich zum ungekürzten Lohn/Gehalt Mittel für die bAV des Mitarbeiters auf.

Achtung:
Im Hinblick auf Gestaltung, Höhe und steuer- wie sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen gibt es erhebliche Unterschiede.

Folgende Punkte sind hierbei zu beachten:

Besteuerung beim Arbeitgeber

Ohne Versteuerung geht es nicht. Die betriebliche Altersversorgung muss aus den Vorsorgeaufwendungen während der aktiven Arbeitsphase eines Arbeitnehmers finanziert und auch früher oder später versteuert werden. Zeitpunkt und Bemessungsgrundlage der Steuer sind jedoch unterschiedlich: Man unterscheidet hier zwischen der vorgelagerten und der nachgelagerten Besteuerung:

  • Vorgelagerte Besteuerung: hier werden die Vorsorgeaufwendungen aus bereits versteuertem Einkommen des Arbeitnehmers geleistet und eine Rente ist später bis auf den Ertragsanteil steuerfrei.
  • Nachgelagerte Besteuerung: hier stellen die Vorsorgeaufwendungen im Ergebnis keinen lohnsteuerpflichtigen Zufluss dar und die Rente ist später voll zu versteuern.

Für neue (ab 2005) Zusagen ist per Gesetz nur noch die nachgelagerte Besteuerung vorgesehen.

Achtung:
Unterschiedliche Steuersätze zwischen der aktiven Zeit und der Rentenzeit sowie sonstige Einkünfte (z.B. aus Vermietungen) und Freibeträge können zu erheblichen Unterschieden zwischen der vorgelagerten und nachgelagerten Besteuerung führen.

Sozialversicherungspflicht

Bei allen Unterschieden gilt: alle Vorsorgeaufwendungen, die nach AVmG (sog. Riesterförderung) gefördert werden, sind voll sozialversicherungs-pflichtig.

Arbeitgeberfinanzierte Vorsorgeaufwendungen sind bis zu bestimmten Höchstgrenzen sozialversicherungsfrei, bei der Direktzusage und Unterstützungskasse gilt dies sogar ohne Obergrenze.

Achtung:
Bei den sozialversicherungsfreien Aufwendungen ist zu bedenken, dass diese bei der späteren gesetzlichen Rente ebenso wie bei eventuellem Arbeitslosengeld keine Berücksichtigung finden. Von der späteren Betriebsrente (auch bei Kapitalzahlungen) müssen die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden.

bAV und Riesterförderung

Eine Förderung nach dem AVmG (Riesterförderung) ist grundsätzlich auch im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung möglich. Zugelassen ist diese Förderung aber nur in den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds, und dies auch nur dann, wenn es sich um eine Finanzierung handelt, die auf Entgeltumwandlung basiert.

Bei einer rein arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung ist eine Förderung nach AVmG in keinem Fall möglich.

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