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Die private ungeförderte Rente

Die private kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherung stellt die 3.Schicht der Kapitalanlageprodukte dar. Sie ist ein wichtiger Baustein in der Altersvorsorge vieler Erwerbstätiger. Aber vor allem in diesem Bereich gibt es einschneidende Änderungen durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG).

Folgende Punkte sind hierbei zu beachten:

Das Prinzip der ungeförderten Rente

Wer sich für eine private ungeförderte Rente entscheidet, schließt als Erwerbstätiger mit einem Finanzdienstleister einen Vertrag zur Zahlung einer Rente oder zur Auszahlung des angesparten Kapitals ab. Der Erwerbstätige zahlt dazu in der Ansparphase die notwendigen Beiträge aus seinem versteuerten Einkommen direkt an den Finanzdienstleister. Dieser spart – je nach Vertragsgestaltung – das Kapital in unterschiedlichen Anlageformen an.

Auch die Art der Auszahlung hängt von der Vertragsgestaltung ab. Zum Zeitpunkt der Rentenzahlung erfolgt diese entweder in Form einer lebenslangen Rente oder es wird das Kapitalwahlrecht eingeräumt. Die zur Auszahlung kommende Rente muss mit dem sog. Ertragsanteil versteuert werden.

Tipp:
Diese Versicherung kann auch vorzeitig gekündigt und zum Rückkaufswert zurück erworben werden. Damit ist die private ungeförderte Rente ein sehr flexibles Modell der Altersvorsorge, da sie den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen problemlos angepasst werden kann.

Rentenversicherung

Leistungen der privaten kapitalgedeckten Rentenversicherung bestehen alternativ aus einer lebenslangen Rente mit oder ohne Garantiezeit oder mit einer Todesfallleistung. Dies hängt von den jeweiligen Vertragsvereinbarungen ab. Diese private Rentenversicherung ermöglicht auch eine Vererbung der Rente und eine Erweiterung um weitere Risikoversicherungen wie z.B. Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit.

Folgende Punkte sind hierbei zu beachten:

  • Steuerzahlungen in der Beitragszeit
  • Steuer und Sozialversicherung in der Rentenzeit

Steuer in der Beitragszeit

Erwerbstätige geben die Beiträge zur privaten Rentenversicherung direkt aus ihrem Nettoeinkommen an den Finanzdienstleister weiter. Damit sind Steuer und Sozialversicherung bereits davon abgeführt.

Achtung:
Für private Rentenversicherungen, die vor dem 01. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt das alte Steuerrecht. Private Rentenversicherungen, die erst ab dem 01. Januar 2005 abgeschlossen werden, können steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden.

Steuer in der Rentenzeit

Unabhängig davon, ob sie vor 2005 oder erst danach abgeschlossen wurden: Rentenleistungen aus privaten Rentenversicherungen werden auch weiterhin mit dem sog. Ertragsanteil besteuert. Der Ertragsanteil beinhaltet denjenigen Anteil der Rentenleistung, der als steuerliche Einkunft angerechnet wird. Da die Höhe des Ertragsanteils vom Alter bei Rentenbeginn abhängig ist, bleibt er über die gesamte Zeit des Rentenbezugs unverändert.

Rentenleistungen aus zeitlich befristeten privaten Rentenversicherungen werden ebenfalls nach dem Ertragsanteilsverfahren der Einkommensteuer unterworfen.

Tipp:
Rentner, die in der Krankenversicherung der Rentner KVdR pflichtversichert sind, zahlen auf Leistungen aus der privaten Rentenversicherung keine weiteren Beiträge.

Kapitallebensversicherung

Private Lebensversicherungen sind Kapitalanlagen, die auch zur Altersvorsorge eingesetzt werden können. Diese Versicherungsform zeichnet sich vor allem durch die einmalige Auszahlung des angesparten Kapitals einschließlich erwirtschafteter Überschüsse zu einem festgelegten Zeitpunkt aus. Nur Lebensversicherungen mit einer Laufzeit von mindestens 12 Jahren und einer Auszahlung nach dem vollendeten 60. Lebensjahr gehören zum Bereich der Altersvorsorge!

Eine Erweiterung um weitere Risikoversicherungen wie z.B. Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit ist möglich.

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