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PKV Grundlagen

Die Private Krankenversicherung besteht grundsätzlich aus fünf Bausteinen:
1. Ambulanter Schutz
2. Zahnschutz
3. Stationärer Schutz
4. Pflegepflichtversicherung
5. Beitragsentlastung im Rentenalter

Mit diesen Bausteinen kann sich jeder Versicherungsnehmer seinen gewünschten Krankenversicherungsschutz individuell zusammenstellen: beginnend bei einer Grundsicherung (ähnlich wie der Versicherungsschutz in einer Gesetzlichen Krankenkasse) bis hin zu Topleistungen in allen Bereichen. Daraus ergibt sich ein weites Spektrum. Im gemeinsamen Gespräch ermitteln unsere Spezialisten Ihren heutigen und voraussichtlichen zukünftigen Bedarf und klären Sie über die Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen auf.

Um in den Genuss einer Privaten Krankenversicherung zu kommen, müssen selbstverständlich einige Voraussetzungen erfüllt sein bzw. auch bedacht werden. Die Grundlagen zum Thema PKV haben wir Ihnen nachstehend aufbereitet.

 

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Wechsel in die private Krankenversicherung sind je nach Beruf und Einkommen verschieden. Beamte, Selbständige, Studenten und Freiberufler können ohne weitere Bedingungen in die PKV eintreten. Für Angestellte ist es hingegen schwieriger.

Sie müssen ein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze vorweisen können. Diese Grenze wird jährlich neu festgelegt und wird leicht mit der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung verwechselt. Beide Grenzen bezeichnen jedoch grundlegend unterschiedliche Dinge.

Unter der Versicherungspflichtgrenze 2015 (auch Jahresarbeits-entgeltgrenze 2015 genannt) versteht man die Grenze, bis zu der eine Versicherungspflicht für Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht. Die Versicherungspflichtgrenze wird jedes Jahr neu durch den Gesetzgeber festgelegt.

Für das Jahr 2015 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 54.900 EUR.

Lebensplanung

Lebensplanung spielt eine entscheidende Rolle
Gesetzliche Kassen mit Familienbonus
Die Familienversicherung stellt den wesentlichen Vorteil der gesetz lichen Kassen dar: Ehepartner und Kinder können ohne zusätzlichen Beitrag mitversichert werden. Voraussetzung ist, dass die Familienangehörigen sich vorwiegend in Deutschland aufhalten, nicht von der Versicherungspflicht befreit sind und nicht mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Die Mitversicherung der Kinder ist auch dann ausgeschlossen, wenn der Ehegatte nicht gesetzlich versichert ist, sein regelmäßiges Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet und das gegelmäßige Jahresarbeitsentgelt des gesetzlich Versicherten Ehegatte niedriger als das des privat krankenversicherten Ehepartners ist. Die Familienversicherung eines Kindes endet mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Wenn sich der Nachwuchs noch in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet, kann er bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs bei den Eltern mitversichert bleiben.

Private Krankenversicherung:
optimal versichert und Geld gespart
Eine private Krankenversicherung kann aber schon für Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Einkommen günstiger sein als die gesetzliche – ein klarer finanzieller Vorteil ergibt sich fast immer für gut verdienende Singles und kinderlose Ehepaare, wenn beide berufstätig sind.

Selbstständige Unternehmer, Freiberufler und Künstler müssen ohnehin selber für ihre Absicherung sorgen.

Wichtig: bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung sollten Sie nicht nur Ihre gegenwärtige Situation, sondern auch ihre zukünftige Lebensplanung berücksichtigen: wenn Sie bald eine Familie mit Kindern gründen wollen, sind Sie durch die Möglichkeit der Familienversicherung oft in einer gesetzlichen Kasse im Vorteil. Wollen Sie aber Single bleiben oder spielen Kinder in Ihrer Zukunftsplanung nur eine geringe Rolle, können Sie über die Jahre in der PKV viele tausend Euro sparen – bei deutlich besseren Leistungen.

Wechsel in PKV

In wenigen Schritten zur privaten Krankenversicherung

Nachdem sich unsere Mandanten für unser maßgeschneidertes Angebot entschieden haben, fordert SAFIMA die Vertragsunterlagen beim Versicherer an. Soweit notwendig, lassen unsere Mandanten dann im Anschluss den evtl. von der PKV geforderten Gesundheits-Check durchführen. Den Gesundheits-Check sowie die vollständig und wahrheitsgemäß ausgefüllten Aufnahmeunterlagen sendet SAFIMA an den Versicherer zurück.

Die gesetzliche Kasse erst nach Erhalt der Police der privaten Krankenversicheurng kündigen
Sobald vom Privatversicherer die verbindliche Aufnahmebestätigung bzw. die Versicherungspolice eintrifft, kann die gesetzliche Kasse schriftlich unter Vorlage der neuen Versicherungsbescheinigung gekündigt werden. Als freiwillig Versicherter kann man der alten Kasse mit Wirkung zum Ende des übernächsten Kalendermonats kündigen – am 15.07. beispielsweise mit Wirkung zum 31.09.

Wenn Ihr Einkommen im laufenden Jahr erstmals die Versicherungs-pflichtgrenze von 54.900 EUR (2015) übersteigt, können Sie der gesetzlichen Kasse erst zum Jahresende kündigen. Voraussetzung für den Wechsel: das Jahresarbeitsentgelt übersteigt auch die im Folgejahr gültige Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG).

Nachhaken, wenn die Kündigungsbestätigung ausbleibt
Der Versicherungswechsel kann zum geplanten Termin in Kraft treten, wenn die bisherige Kasse die Kündigung bestätigt hat. Die schriftliche Kündigungsbestätigung sollte innerhalb von 14 Tagen eintreffen. Ansonsten: anrufen und nachhaken. Angestellter informieren außerdem Ihren Arbeitgeber über den Versicherungswechsel. Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Beiträge zur privaten Krankenversicherung - i.d.R. bis zur Hälfte des durchschnittlichen Allgemeinen Beitragssatzes der gesetzlichen Kassen.

Gesundheitsfragebogen unbedingt korrekt ausfüllen
Vor Vertragsabschluss, muss ein detaillierter Fragebogen zu Vorerkrankungen und möglichen Gesundheitsrisiken ausgefüllt werden. Manchmal wird auch ein Gesundheits-Check beim Arzt fällig.

Wichtig: machen Sie beim Ausfüllen des Fragebogens und beim Arztbesuch keine falschen Angaben – das kann im Ernstfall den Versicherungsschutz kosten.

Rückkehr in die GKV

Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse

Rückkehr ist nicht ohne weiteres möglich
Nach dem Wechsel aus der gesetzlichen Kasse in die Private, kann man nicht ohne weiteres wieder zurück – der Gesetzgeber will vermeiden, dass man in jungen Jahren von den niedrigen Beitragssätzen der privaten Krankenversicherer profitiert und im Alter wieder in die Gesetzliche zurückwechselt. Eine Wiederaufnahme in die Gesetzliche ist nur möglich, wenn das Einkommen wieder dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt: Rückkehrwillige müssen nachweisen, dass ihr Einkommen mindestens ein Jahr lang weniger als 4.575 EUR (2015) monatlich betragen hat.

Arbeitslose werden vom Arbeitsamt gesetzlich versichert
Wichtig: nach der gänzlichen Befreiung von der Versicherungspflicht, führt kein Weg mehr zurück in die gesetzliche Krankenkasse. Eine solche Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht ist auf Antrag möglich, wenn Sie in der Privaten bleiben wollen, obwohl Ihre Einkünfte unter die Versicherungsgrenze gesunken sind.

Sonderfall: Arbeitslosigkeit
Wer sich arbeitslos meldet, wird vom Arbeitsamt automatisch gesetzlich versichert. Nachteil für ältere Arbeitnehmer: wer über 55 ist, kann trotz Arbeitslosigkeit oder gesunkenem Einkommen nicht in den Schoß der gesetzlichen Kassen zurück. Bei einigen privaten Versicherern kann man die Police allerdings bis zu zwei Jahre ruhen lassen, damit man sich nach Wiederaufnahme der Arbeit ohne neue Gesundheitsprüfung weiter privat versichern kann.

Grundsätzlich sollte der Wechsel zurück in eine gesetzliche Kasse immer gut überlegt sein, denn mit diesem Wechsel gehen die angesparten Altersrückstellungen in jedem Fall verloren.

Vor- und Nachteile (kompakt)

Vorteile der gesetzlichen Krankenkassen (GKV)

  • Kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern und Kindern ohne Einkommen
  • Keine Wartezeiten bei Wechsel in eine andere Krankenkasse oder PKV
  • Keine Beitragszahlungspflicht auch bei längerer Krankheit über 6 Wochen
  • Beitragsfreiheit während Mutterschafts- und Erziehungsurlaub
  • Ggf. Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit und Erkrankung eines Kindes nach Krankenbehandlung
  • Unter bestimmten Voraussetzungen Stellung einer Haushaltshilfe
  • Mutterschaftsgeld
  • Vorsorgekuren für Mütter
  • Direkte Kostenabrechnung mit Ärzten und Krankenhäusern
  • Härtefallregelungen
  • kostenlose Klage gegen Widerspruchsbescheide der Kasse beim Sozialgericht möglich

Nachteile der gesetzlichen Krankenkassen (GKV)

  • Tarifwahl eingeschränkt, keine individuelle Gestaltung des Versicherungsschutzes
  • Kein Einfluss auf Beitragsgestaltung da Einkommensabhängig
  • Beitragsberechnung für Single mit hohem Einkommen unvorteilhaft
  • Lange Bindung an die einmal gewählte Krankenkasse (18 Monate)
  • Behandlung erfolgt nur durch Kassen- Vertragsärzte und Zahnärzte
  • Bei stationärer Behandlung nur Anspruch auf Regelleistung
  • Eingeschränkte bzw. z.T. keine Leistung bei Auslandsaufenthalten
  • Keine Übernahme der Auslandsrücktransportkosten
  • Regelmäßige Zuzahlungen für Medikamente sowie Heil- und Hilfsmittel
  • Keine Kostenübernahme Heilpraktiker
  • Zuzahlungen bei stationären Aufenthalten für die ersten 14 Tage
  • Eingeschränkte Übernahme von Transportkosten
  • Relativ hohe Zuzahlungen bei Zahnersatz

Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV)

  • Beitragsgestaltung individuell je nach Tarifwahl
  • Freie Tarifwahl und individuelle Zusammenstellung des Versicherungsschutzes
  • Beitragsberechnung für Single mit hohem Einkommen vorteilhaft
  • Behandlung als Privatpatient
  • freie Arztwahl
  • Stationäre Behandlung im Einbettzimmer/ Chefarzt, je nach  Tarifwahl möglich
  • Weltweiter Krankenschutz, je nach Tarifwahl möglich
  • Kostenübernahme Heilpraktiker, je nach Tarif möglich
  • Relativ hohe Kostenerstattung Zahnersatz, je nach Tarif möglich
  • Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen möglich

Nachteile der privaten Krankenversicherung (PVK)

  • Risikozuschläge oder Ausschlüsse von Leistungen bei Vorerkrankungen möglich
  • Jedes Familienmitglied zahlt eigenen Monatsbeitrag
  • Drei- bzw. achtmonatige Wartezeit, wenn z.B. keine Vorversicherung vorliegt und keine ärztliche Untersuchung durchgeführt wurde
  • Beitragszahlungspflicht auch bei längerer Krankheit über 6 Wochen
  • Keine Beitragsfreiheit während Mutterschafts- und Erziehungsurlaub
  • Wechsel der Krankenversicherung nur eingeschränkt möglich, z.B. Vorerkrankungen
  • Summenbegrenzung bei Zahnersatz in den ersten Jahren möglich
  • Keine Übernahme der Unterkunftskosten bei Kuraufenthalten
  • Keine Übernahme der Auslandsrücktransportkosten, je nach Tarif
  • Rechnungen müssen in einem bestimmten Rahmen vorbezahlt werden
  • Rechtstreitigkeiten werden kostenpflichtig vor dem Zivilgericht durchgeführt
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