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BEITRAG-Wetter-750x120-ÜberschriftDie sogenannte parametrische Wetterrisikoversicherung wird seit zwei Jahren angeboten. Für die Absicherung werden Parameter festgelegt, die zur Auszahlung führen, wenn sie später eintreten. Absicherbar sind dabei alle Messdaten, die vom unabhängig arbeitenden Deutschen Wetterdienst (DWD) regelmäßig erhoben werden. Das heißt Temperatur, Windstärke, Niederschlag usw.

Der Versicherungsfall tritt ein, wenn innerhalb eines festgelegten Zeitraumes diese Parameter über- oder unterschritten werden. Gemessen werden die Werte vom DWD an einer oder mehreren der 1.000 Wetterstationen im gesamten Bundesgebiet.

Tarifliche Eckpunkte:

  • Zwischen Beantragung und Versicherungsbeginn müssen mind. 35 Tage liegen
  • Auszahlung erfolgt innerhalb von 28 Tagen nach Ablauf des Versicherungszeitraumes
  • Eine Auszahlung erfolgt unabhängig vom Nachweis eines eingetretenen Sachschadens
  • Abhängig von Ihren Bedürfnissen können einzelne Tage, Wochen, Monate oder das gesamte Jahr, bei manchen Wetterstationen auch einzelne Stunden abgesichert werden.

Versicherbar sind projektbezogene Wetterrisiken wie auch der Umsatzausfall eines langen Winters oder verregneten Sommers. Jeder Vertrag kann individuell auf die Branche und das jeweilige Unternehmen ausgerichtet werden. So bestimmt unter anderem der Selbstbehalt, die Höhe der Auszahlung pro Tag und die Auszahlungsobergrenze die Prämienhöhe.

Abgesichert werden können zahlreiche Branchen, z.B.:

  • Windparkanlagen gegen Windflaute
  • Energieversorger gegen milde Winter
  • die Tourismusbranche und Gastronomiebetriebe gegen andauernde Regenfälle
  • Erzeuger und weiterverarbeitende Betriebe von saisonalen Produkten aus der Landwirtschaft

Was sich für Leistungsfälle ergeben können? Zum Beispiel:

  • Ein Winterdienst hat mit seinen Kunden Pauschalverträge geschlossen. Bei einem langen Winter mit vielen Einsätzen geht die Kalkulation des Geschäftsführers nicht auf, da er zusätzliche Lohnkosten und Kosten für den Betrieb seiner Fahrzeugflotte zu tragen hat. Diese wetterbedingten Mehrkosten hat er mit Hilfe der Wetterriskoversicherung abgesichert. Das heißt bei zu vielen Schneetagen (Schneefall > 2 cm), die im Absicherungszeitraum anfallen, leistet die Versicherung. Den Selbstbehalt hat er auf 10 Schneetage festgelegt. Für jeden Schneetag über dem Selbstbehalt erhält der Geschäftsführer eine Auszahlung von 15.000 EUR bis zur vereinbarten Höchstauszahlung von 105.000 EUR.
  • Ein Dachdecker wird beim Bau eines Flachdachs von lang anhaltenden Niederschlägen überrascht. Obwohl er sieben Regentage einkalkuliert hat, kommt es noch zu Verzögerungen. Fällig werden Mehrkosten durch Trocknungsmaßnahmen, die der Dachdecker  absichern kann. Stellt die Wetterstation in der Nähe der Baustelle die entsprechenden Regentage fest, kommt es zur Auszahlung.
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